Stärken: Eine Besonderheit ist die abschnittsweise villenartige Einzelhausbebauung entlang der Tiefensteiner Straße mit nachgefragter Wohnqualität; da viele Gebäude durch einen Vorgarten von der Straße abgerückt sind, sind die Beeinträchtigungen durch Verkehrsemissionen der Durchgangsstraße nicht so gravierend. Die B422 führt nach Norden zur Mosel und weiteren touristisch relevanlen Gebieten wie Erbeskopf und Hunsrückhöhenstraße. Dadurch ergibt sich ein Potential besser zu nutzender Besucher - Frequenz infolge durchreisender Touristen. Tiefenstein hat mit seinen Edelsteinschleifereien, dem Zugang zum Steinkaulenweg ( Edelsteinminen ) und insbesondere der Weiherschleife eine herausragende Position ! Für die Naherholung ist der Idarbach und das Ausflugsziel Historische Weiherschleife am Ortseingang von besonderer Bedeutung; daneben verfügt Tiefenstein mit dem Sport- und Freizeitgelände in der Idarbach-Aue im Norden einen weiteren Attraktionspunkt ! Der Verlauf des Idarbaches ist weitgehend offen und erlebbar.
Schwächen: Die ursprünglichen Ortskerne sind sowohl gestalterisch und funktional kaum noch erlebbar. Der zentrale Bereich mit Versorgungsfunktion im Kreuzungsbereich Tiefensteiner Straße / Hettenrodter Straße ( L175 ) ist durch geringe städtebauliche Qualitäten und durch Leerstände gekennzeichnet. Durch das hohe Verkehrsaufkommen ist dort kaum noch Aufenthaltsqualität vorhanden. Die Wohnnutzung an den Hauptverkehrsstraßen ist durch den Durchgangsverkehr beeinträchtigt, insbesondere in der dicht bebauten Ortsmitte. Gestalterisch nachteilig ist die südliche Ortseinfahrt mit einer gewerblich geprägten, ungeordneten Randbebauung. Leitidee: Repräsentatives Wohnen, Edelsteine und Tourismus; Entwicklungsziele: Gestaltung der Ortsdurchfahrt und der Ortsmitte im Kreuzungsbereich Hettenrodter Straße, Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten, Sanierung und Nutzung der verbliebenen historischen Bebauung Gewerbebrache Tiefensteiner Straße, Aufwertung der Randnutzungen entlang der Tiefensteiner Straße, insbesondere von Hotels /Schleifereien, punktuelle Einbindung der Vorbereiche zur Straße in die Umgestaltung des öffentlichen Raums und Aufwertung der Idar-Aue und des Bachlaufes in Ortslage ( Wegekonzept ).

Ein Musterbeispiel für die Weiterentwicklung von Fertigungstechniken ist der 1953 gegründete und seit 1985 in Idar-Oberstein ansässige Betrieb von Stefanie und Bernd Willi Ripp. Exklusive Schliffe höchster Perfektion kennzeichnen das als „ Farbedelsteinlieferant des Jahres 2002/2003 " ausgezeichnete Unternehmen, dessen Produkte nicht nur in führenden Gold- und Platinkollektionen zu finden sind. Auch technische und synthetische Saphire, Korunde, Spinelle und Quarze finden sich unter anderem in Laboren und Industriebetrieben. Das Unternehmen vereint gleichermaßen modernste Technik und handwerkliche Spitzenleistungen und prägt mit seiner modernen und anspruchsvollen Produktionsstätte seinen Firmensitz im Stadtteil Tiefenstein.